Heißes Eisen Volkswagen: Mit viel Puffer bei zwei Monaten Laufzeit und 17 Prozent p.a. Chance vielleicht eine kleine Sünde wert

Niemand kann vorhersagen, ob und wie VW den Dieselskandal schlussendlich übersteht. Bei der aktuellen Diskussion um die Manager-Boni geht es um nicht mehr und nicht weniger als ein Signal. Wichtig aus Anlegersicht ist vor allem, ob die nächste Zeit eher ruhig bleibt oder von neuen Hiobsbotschaften geprägt wird. Auch das lässt sich nicht vorhersagen. Immerhin bleibt aber festzuhalten, dass die Volkswagen-Aktie am 05.10.2015 ihr vorläufiges Tief bei 86,46 Euro im Zuge der ersten großen Talfahrt markiert hat und seither alle neuen Negativmeldungen deutlich über diesem Level abarbeiten konnte. Das macht zumindest kurzfristig Hoffnung auf eine Fortsetzung des Stabilisierungstrends.

VW trend-saisonales Backtesting und aktuelle Position

Währenddessen führt die Trend-Saisonalstrategie seit dem 14.03.2016 eine Position, die sich aktuell aus dem Minus herausarbeitet. Im mehr als zwanzigjährigen Backtesting konnte die Strategie gut mit dem Auf und Ab der VW-Aktie umgehen. Beeindruckend ist hierbei auch die völlige Umschiffung des Einbruchs im Dieselskandal (siehe Grafik). Fairerweise muss man aber anführen, dass VW schon seit April 2015 abwärts tendierte. Wäre der Dieselskandal urplötzlich mitten in einem Aufwärtstrend aufgekommen, hätte wohl auch die Trend-Saisonalstrategie Federn lassen müssen.

Nur neun Wochen müssen 34 Prozent Puffer reichen. Dann winken 17 Prozent p.a.

VW mit Barriere 73,00 Euro

Bei 73 Euro liegt die Barriere der WKN CW5LFE. Das ist merklich unter dem Crash-Tief der VW-Aktie vom 05.10.2015 (86,46 Euro). Vor allem muss diese Barriere aber nur rund neun Wochen bis zum 17.06.2016 unberührt bleiben. Dann gibt’s den Cap von 111 Euro als Auszahlung. Gegenüber dem aktuellen Kaufpreis (107,95 Euro) sind hier 2,83 Prozent zu verdienen, die gut 17 Prozent p.a. entsprechen. Vorsicht ist aber angebracht. Sollte die Barriere nämlich doch verletzt werden, drohen drastische Verluste. Ein Aufgeld gäbe es indes nicht zu verlieren. Der Zertifikatspreis notiert nämlich gut 3,5 Prozent unter dem momentanen Aktienkurs.

Nach Berechnung der SmartTrade GmbH liegt die Gefahr für einen Barrierenbruch statistisch gesehen im Bereich von lediglich einem Prozent. Hier spiegelt sich der große Puffer in Kombination mit der kurzen Restlaufzeit wider. Aus diesem Blickwinkel stehen die Chancen also sehr gut, dass alles glatt läuft. Wie sich das Risiko der Barrierenverletzung bisher entwickelt hat, zeigt die untenstehende Grafik. Hier gelangen Sie zum Tool bei smarttra.de, das ihnen die weitere Entwicklung des Barrierenbruch-Risikos fortlaufend aktualisiert anzeigt.

Barrierenbruch-Risiko CW5LFE

Achtung Emittentenrisiko bei allen Zertifikaten: Totalverlustgefahr bei Emittentenpleite
Bildquelle: Investox (www.investox.de), Lenz+Partner (www.taipan.de), bestwarrants-trading.de, smarttra.de
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