Das ist die bessere Alternative für eine Allianz-Seitwärtsrendite

Allianz mit trend-saisonalem Backtesting und aktueller Position

In einem Gastkommentar bei den Börsenbloggern wird die Allianz-Aktie als aussichtsreicher Wert mit hoher Dividendenrendite vorgestellt. Auch die Trend-Saisonalstrategie ist momentan positioniert (siehe Grafik). Das Engagement lässt jedoch sehr zu wünschen übrig. Natürlich muss das noch nichts heißen. Die Chancen für eine einigermaßen stabile Aktienkursentwicklung können durchaus gut stehen.

Ein solcher einigermaßen stabiler Basiswertverlauf genügt ja bekanntlich zur Erzielung hoher Seitwärtsrenditen. In besagtem Gastkommentar wird dazu das Capped Bonus-Zertifikat mit der WKN DGA8B9 vorgestellt. Bei diesem Papier sollte man aber bedenken: Die 110er Barriere mit aktuell rund 20 Prozent Abstand zum Aktienkurs muss fast ein Jahr lang halten! Das ist eine lange Zeit für 20 Prozent Puffer. Und zudem weist der Zertifikatspreis derzeit auch noch ein erhebliches Aufgeld von rund 10 Prozent zum Aktienkurs auf. Solche Aufgelder erweisen sich als besonders schmerzlich durch ihr sofortiges Verschwinden, wenn es zu einer Barrierenverletzung kommen sollte.

Deshalb bevorzugen wir bei solchen Capped Bonus-Papiere eindeutig: Kurze Laufzeiten (= kurze Gefährdungszeit für die Barriere), viel Puffer bis zur Barriere und möglichst KEIN Aufgeld.

Der Alternativvorschlag: 105er Barriere, nur zweieinhalb Monate Restlaufzeit, Abgeld zum Aktienkurs und trotzdem 12 Prozent p.a. erzielbar

Allianz mit Barriere 105 EUR

Für die WKN XM7NF0 sind aktuell 131,73 Euro zu bezahlen. Der Zertifikatspreis liegt damit gute drei Prozent unter dem Allianz-Kurs (136,44 Euro), beinhaltet also ein Abgeld. Die Barriere bei 105 Euro muss bis zum 17.06.2016 unberührt bleiben. Die Smarttra.de GmbH gibt die Barrierenbruchwahrscheinlichkeit bei wallstreet-online.de im Moment mit 5,20 Prozent an. Rein statistisch gibt es aus aktueller Sicht also eine knapp 95-prozentige Chance, dass der 23-prozentige Puffer vom Aktienkurs bis zur Barriere bis Mitte Juni ausreicht. Solle es aber doch zu einer Barrierenverletzung kommen, drohen drastische Verluste! Bleibt die Barriere unberührt, winken 135 Euro also Auszahlung. Macht knapp zweieinhalb Prozent Performance oder gut 12 Prozent Rendite p.a. Das ist zwar deutlich weniger als die mögliche Rendite p.a. von gut 21 Prozent mit dem obigen einjährigen Produkt. Die übrigen Kennzahlen und die Wahrscheinlichkeit für einen schnellen Erfolg sprechen aber eindeutig für den Kurzläufer.

Achtung Emittentenrisiko bei allen Zertifikaten: Totalverlustgefahr bei Emittentenpleite
Bildquelle: Investox (www.investox.de), Lenz+Partner (www.taipan.de), bestwarrants-trading.de
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