Münchener Rück: DAX-Outperformer im schwierigen Branchenumfeld. So bauen Sie eine Rally-Position mit Absicherung oder setzen mit dickem Puffer auf eine kurzfristige Seitwärtsrendite.

Münchener Rück Outperformance zum DAX

Die Münchener Rück meldet sinkende Gewinne, was angesichts der Niedrigzinsen und des Preiskampfs in der Branche kaum überraschen dürfte. Dennoch entwickelt sich die Aktie seit letztem Sommer deutlich besser als der DAX.

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Interessanterweise liefert die simple Saisonalität bei diesem Titel bereits ein herausragendes Backtesting-Ergebnis (siehe Grafik). Die Regel: Meide die Münchener Rück im Januar, Mai, August und September.

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Mit der Trend-Saisonalität wäre im Rückblick noch etwas mehr Performance drin gewesen. In den letzten Jahren lässt die Strategie-Dynamik allerdings zu wünschen übrig (siehe Grafik). Zum 21.03.2016 bahnt sich eine neue Positionseröffnung an.

Aufwärts bis Weihnachten mit bis zu 24 Prozent Plus bei 7 Prozent Risiko

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Das Gute an Discount+Put-Kombinationen ist ja, dass man sich vor einbrechenden Aktienkursen nicht fürchten muss. Der Put begrenzt die drohenden Verluste eindeutig. Sollte sich die Münchener Rück also von ihrer DAX-Outperformance verabschieden und auf Tauchstation gehen, ist kein dramatisches Minus zu erwarten.

Die Chancen kräftig steigender Aktiennotierungen lassen sich zum Beispiel mit je einem 240er Discounter (WKN DG4XR7) gemeinsam mit je zehn 180er Puts (WKN VZ9DGY) nutzen. Kostenpunkt aktuell 192,31 Euro. Am 16.12.2016 wird final abgerechnet. Dann ist die Gesamtposition mindestens 180 Euro wert. Macht ein Verlustrisiko von 6,40 Prozent. Gewinn gibt es am Bewertungstag bei Aktienkursen oberhalb von 192,31 Euro. Und im besten Fall sind 240,00 Euro drin. Dann erreicht die Performance 24,80 Prozent.

Für die ganz schnelle Hausse bis zu 28 Prozent Plus bei 3 Prozent Risiko

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Wer den kurzfristigen Absicherungstrade bis Mitte Juni sucht, könnte je ein 240er Discounter (WKN CC84EY) zusammen mit je zehn 182er Puts (WKN CW65KH) für momentan 187,30 Euro erwerben. Den knapp drei Prozent Verlustrisiko beim Minimalwert von 182 Euro am 13.06.2016 stehen hier bis zu 28 Prozent Gewinn beim Maximalwert von 240 Euro gegenüber. Die Gewinnzone beginnt ab 187,31 Euro.

Einigermaßen stabile Aktiennotierungen über 140 Euro reichen für knapp 8 Prozent p.a. in drei Monaten

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Einen riesigen Barrierenabstand gibt es bei der Münchener Rück nicht gerade, wenn man kurzfristig noch eine attraktive Seitwärtsrendite anpeilen möchte. Dafür ist der Basiswert zu wenig volatil. Immerhin hat die Aktie die 140er Barriere der WKN VS2TMU aber seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr unterschritten. Man darf guter Hoffnung sein, dass die Notierungen auch in den kommenden drei Monaten bis zum 17.06.2016 mit dem 23-prozentigen Puffer klarkommen. Dann fließen 180 Euro als Cap-Auszahlung. Macht gut zwei Prozent Performance zum aktuellen Kaufpreis, die einer akzeptablen Rendite p.a. von 7,79 Prozent entsprechen würde. Wenn es aber doch zur Barrierenverletzung kommen sollte, drohen sehr große Verluste.

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Bildquelle: Investox (www.investox.de), Lenz+Partner (www.taipan.de), bestwarrants-trading.de
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