Einfach abgesichert anlegen

Zwei Produkte gleichzeitig (bzw. direkt nacheinander) kaufen? Das kapiert doch keiner! In etwa so könnte sich ein Vorurteil gegen die Discount+Put-Strategie anhören. Dabei dürfte wohl niemand mit gewissen Kenntnissen zu Discount-Zertifikaten und Put-Optionsscheinen von dem Vorgehen überfordert sein. Ich bin mir sicher, dass Sie zu denen gehören, die das Prinzip problemlos durchschauen.

So geht‘s: Sie haben einen Basiswert ausgesucht und wählen nun ein Discount-Zertifikat sowie einen Put-Optionsschein auf diesen Basiswert mit gleicher Laufzeit. (Wenn es keine exakt übereinstimmenden Laufzeiten gibt, sollte die Put-Laufzeit die etwas längere sein.) Dabei ist der Cap des Discount-Zertifikats größer als der Basispreis des Optionsscheins. Wenn Sie nun jeweils ein Discount-Zertifikat und einen Put kombinieren (Stückzahl ggf. gemäß Bezugsverhältnis angepasst), bedeutet das:

Dies Gesamtposition kann niemals weniger wert sein als der Basispreis des Puts. Und der Gesamtwert kann maximal dem Cap (Höchstkurs) des Discounter entsprechen.
Sie erhalten also eine Position mit begrenztem Risiko wegen der eindeutig bestimmten Wertuntergrenze und einer Gewinnchance bis zur eindeutig bestimmten Wertobergrenze.

Das ist bereits das ganze Geheimnis. Nun kommt es nur darauf an, eine gute Kombination zu finden, die möglichst viel Gewinn in Aussicht stellt und möglichst wenig Risiko beinhaltet.

Einen Haken beim Thema Risiko gibt es natürlich: Wenn der Emittent der Produkte pleitegeht, ist alles hinüber. Dann hilft auch ein Put nicht mehr. Wer mit diesem Emittentenrisiko nichts zu tun haben möchte, muss um alle Produkte einen Bogen machen, die schlussendlich von einem Herausgeber bedient werden müssen.

Bildquelle: bestwarrants-trading.de