Unfassbarer Steuerirrsinn!

Dieses vor Weihnachten beschlossene (!!!) Gesetz lässt sich als faktisches Trading-Verbot in Deutschland interpretieren. Steuerberater Frank Konewka hat sich hier dazu geäußert: zum Youtube-Video


Verluste aus Termingeschäften (Futures, Optionen, Optionsscheine, Knock-Outs, CFDs, etc.) sollen den Aussagen im Video zufolge nur noch in Höhe von 10.000 Euro jährlich anrechenbar sein.

Wer also mit aktivem Trading zum Beispiel 20.000 Euro Gewinn im Jahr macht, indem er mit seinen erfolgreichen Trades 150.000 Euro erzielt und mit den Verlusttrades 130.000 Minus hinnehmen muss, wird künftig in unglaublicher Höhe zur Kasse gebeten.

Dann werden nicht auf die 20.000 Euro Gewinn Steuern gezahlt, sondern auf 140.000 Euro (150.000 Euro aus den Gewinntrades abzgl. 10.000 Euro maximal anrechenbare Verluste)! Die Abgeltungsteuer inkl. Soli (26,375%) beträgt dann 36.925 Euro, also fast doppelt soviel wie der tatsächlich entstandene Gewinn. Und man kann zweifellos noch weitaus dramatischere Szenarien konstruieren, wie Frank Konewka in dem Video vorrechnet (200.000 Jahresgewinn durch 4 Mio. Gewinn abzgl. 3,8 Mio. Verlust, also 3,99 Mio. zu versteuern).

Dieser Steuerirrsinn für Termingeschäfte gilt der Quelle zufolge laut aktueller Rechtslage ab 2021. Hoffentlich wird aus allen Kanälen derartiger Druck dagegen gemacht, dass im laufenden Jahr eine erneute Gesetzesänderung wieder normale Verhältnisse schafft.