Renault

Der große Wandel in der Automobilindustrie hat auch bei Renault Einzug gehalten. Auf der IAA haben die Franzosen unter anderem die Konzeptstudie eines automatisierten und vernetzten Transportsystems für die Zulieferung in der Stadt präsentiert. Und mit seinen Z.E.-Modellen bietet der breit aufgestellte Autohersteller ohnehin schon seit Jahren bezahlbare Elektrofahrzeuge an. Die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz hat im Zeitraum Januar bis Juni ein Absatzwachstum von 5,1 Prozent auf gut 5,5 Mio. Einheiten erzielt. Davon stammten 2,1 Mio. Autos von Renault mit neuen Halbjahres-Rekordwerten für die Stammmarke sowie für Dacia. Damit hat sich Renault laut Unternehmensangaben in Europa als Nummer zwei der absatzstärksten Marken behauptet, während das Management den Spekulationen um eine Fusion mit Nissan eine Absage erteilt hat. Der Halbjahresumsatz legte um 1,4 Prozent auf knapp 30 Mrd. Euro bei einer operativen Marge von 6,4 Prozent zu. Im Gesamtjahr will Renault seine Erlöse steigern und die operative Marge über der Sechsprozentmarke halten. Analysten haben ihre leicht überwiegenden „Buy“-Ratings bestätigt, aber die Kursziele teils gesenkt. Sorgen waren aufgrund des starken Schwellenländer-Engagements angesichts schwächelnder Währungen aufgekommen. Zudem lasse das Wachstum bei steigenden Investitionen nach. Die Bewertung der Aktie sei aber günstig, sodass viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist sein dürften.

Renault Chart