Volkswagen

Während in Deutschland drei Jahre nach dem Ausbruch des Dieselskandals eine Klagewelle gegen Volkswagen angerollt ist, gehen die Wolfsburger jetzt große Schritte in Richtung Elektromobilität. Kürzlich wurde der modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) präsentiert, in dem Antrieb, Elektronik und ein konzerneigenes Batteriesystem integriert sind und der von Grund auf neu entwickelte Elektrofahrzeuge massentauglich machen soll. Mit dem Volkswagen I.D. ist ab Ende 2019 am Standort Zwickau die Serienfertigung des ersten Modells geplant und schon drei Jahre später sollen die vier Konzernmarken 27 Modelle mit der neuen Plattform produzieren. Auf der IAA-Nutzfahrzeugmesse hat auch die in Traton Group umbenannte VW-Nutzfahrzeug–sparte eine Reihe an E-Konzepten präsentiert. Den potenziellen Börsengang dieses Bereichs als möglichen Kurstreiber für die Volkswagen-Aktie halten Analysten ab dem zweiten Quartal 2019 für denkbar. Schätzungen setzen den Wert bei rund 24 Mrd. Euro an. Zuversicht brachte zudem das Absatzplus von VW im August. Für das Gesamtjahr stehen 11 Mio. Auslieferungen (+3 Prozent ggü. 2017) in Aussicht, während das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen im ersten Halbjahr bereits um knapp zehn Prozent auf 9,8 Mrd. Euro geklettert ist. Analysten halten bei Absatz, Umsatz und Ergebnisgrößen ein neues Rekordjahr für wahrscheinlich und gehen davon aus, dass die Risiken der jüngsten Klagen bereits im Aktienkurs eingepreist sein könnten.

Volkswagen Chart