Royal Dutch Shell

Royal Dutch Shell berichtet am 01.11.2018 über das dritte Quartal 2018, in dem das lange erwartete Aktienrückkaufprogramm gestartet ist. Bis Ende 2020 will der Öl- und Gasriese eigene Anteile im Wert von mindestens 25 Mrd. US-Dollar zurückkaufen, nachdem in den letzten Jahren Restrukturierungsmaßnahmen im Mittelpunkt standen. Mit der Übernahme der britischen BG Group im Jahr 2016 hat der Konzern sein Engagement in der Erdgasförderung und insbesondere im Bereich verflüssigtes Erdgas (LNG) gestärkt. Zuletzt wurde die Entwicklung eines Gasfelds im westlichen Kanada angekündigt, das kurze Lieferzeiten für die wachsende LNG-Nachfrage aus China ermöglicht. Im zweiten Quartal hat Royal Dutch Shell bei einer 34-prozentigen Umsatzsteigerung auf 96,8 Mrd. US-Dollar einen bereinigten Gewinn von 4,7 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet, der 30 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Allerdings konnten die hochgesteckten Konsens-Gewinnerwartungen (6 Mrd. US-Dollar) wegen des schwächelnden Downstream-Geschäfts nicht erfüllt werden. Analysten bestätigten ihre überwiegenden „Buy“-Ratings aber dennoch. Die operative Entwicklung des Ölkonzerns sei gut und das Gasgeschäft biete Potenzial für positive Überraschungen. Royal Dutch Shell könne in der Markttransformation hin zu sauberen Energien einer der großen Gewinner sein. Auch das gerade abgelaufene dritte Quartal sei voraussichtlich von starken Barmittelzuflüssen geprägt gewesen.

Royal Dutch Shell Chart